Geschrieben von Christiane am 4. March 2009 in der Kategorie Hintergründe.
In einem interessanten Artikel berichtet Psychologie heute von den Forschungsergebnissen der amerikanischen Anthropologin Helen Fisher:
Ihr zufolge lassen Geldsorgen und die Angst vor Arbeitslosigkeit den Spiegel des Neurotransmitters Dopamin im Gehirn ansteigen – und Dopamin wird mit romantischer Liebe in Verbindung gebracht. „Stress kann bewirken, dass man sich von anderen Personen angezogen fühlt, man ist schlicht empfänglicher für romantische Gefühle“, erklärt sie.
Für einen positiven Effekt der Finanzkrise auf unser Liebesleben sprechen auch die Erfolge von Partnerbörsen im Internet: So verzeichneten die beiden amerikanischen Seiten eHarmony und Match.com in den letzten Monaten eine Zunahme der Zugriffe um bis zu 20 Prozent.
Auch Sexshops an so unterschiedlichen Orten wie Amsterdam, New York und China melden Rekordumsätze. Und in einer Umfrage vom November 2008 erkoren über 20.000 Briten und Britinnen Sex zur beliebtesten kostengünstigen Freizeitaktivität.
So sind die Signale für die Rezession zwar beängstigend - wenn sie aber gut für unsere Partnerschaften ist, so ist dieser Aspekt auch nicht zu unterschätzen. Erste Wünsche im System bestätigen diesen Trend.
Keine Kommentare
Geschrieben von Oliver am 18. February 2009 in der Kategorie Entwicklung.
Für die kleine Inspiration zwischendurch könnt Ihr ab sofort auch unserem neuen Twitter Account abonnieren - und erhaltet so regelmässig neue Wünsche aus der Partnr.de Community. Und wer weiß - vielleicht ist da die ein oder andere gute Idee dabei, die Ihr dann sofort umsetzen könnt.
zu Partnr.de bei Twitter
Keine Kommentare
Geschrieben von Christiane am 9. February 2008 in der Kategorie Partnr.
Allgemein ist es unbestritten wichtig, mit “offenen Augen” durch’s Leben zu gehen - aber wieso denn ausgerechnet beim Küssen und beim Sex? Das ist nicht unbedingt die gängige Art und Weise und zunächst einmal mehr oder weniger ungewohnt. Denn viele Menschen schliessen beim Sex die Augen und konzentrieren sich auf ihre eigenen Sinnesempfindungen - damit brechen sie allerdings den Kontakt zum Anderen ab.
David Schnarch, der führende Sexualtherapeut in Amerika, schlägt seinen Klienten diese “Augen auf” - Varianten vor, um den Paaralltag positiv zu verändern und die Intimität zu vertiefen. Wer nun allerdings denkt, das ist mal wieder eine dieser neuen Techniken, der denkt zu kurz. D. Schnarch geht es um wesentlich mehr als um “reine Technik”. Im Prinzip geht es nicht um die “offenen Augen” an und für sich, die sind eher ein Vehikel, um etwas Anderes zu erreichen, nämlich: den wirklichen emotionalen Kontakt zum Partner. Das heisst soviel wie: Ich lasse den Anderen einen Blick in mein Inneres werfen, ich lade ihn auf diese Weise dazu ein. Dabei ist also insbesondere die Seele offen. D. Schnarch warnt seine Klienten in diesem Zusammenhang, seine Botschaft als “Trick” misszuverstehen indem er sagt: “Offene Augen sind sinnlos, wenn die emotionalen Rolläden geschlossen sind”.
In diesem Sinne: Wer sich mehr an Intimität und Erfüllung in der Partnerschaft wünscht, der möge sich doch in obigem Sinne auf den Weg machen, auch wenn es zunächst etwas ungewohnt sein mag. Vielleicht ein weiterer Wunsch auf der Liste von partnr.de!
Keine Kommentare
Geschrieben von Christiane am 19. December 2007 in der Kategorie Hintergründe.
Vor Kurzem fiel mir wieder ein Vortrag des renommierten Paartherapeuten Hans Jellouschek in die Hände mit dem Titel:” Weibliche und männliche Beziehungsgestaltung - leben Männer und Frauen in verschiedenen Welten?”
Das Thema ist nicht neu, die Buchläden sind voll mit entsprechenden Titeln, die ich an dieser Stelle nicht aufzählen kann und will. Das für mich Besondere an Jellouschek’s Beitrag ist der spezielle Tenor, der im Gegensatz zu vielen anderen Autoren die Gräben zwischen den Geschlechtern nicht noch vertieft, sondern im Gegenteil für gegenseitiges Verständnis und Annäherung wirbt.
Ich möchte im Folgenden seine Ausführungen in Kurzfassung wiedergeben.
1. Die Unterschiede männlichen und weiblichen Beziehungsverhaltens
1.1 Gesprächsstile
Wir müssen von der Tatsache ausgehen, dass es zwischen den Geschlechtern grundverschiedene Vorlieben im Kontakt zueinander gibt. Viele Frauen brauchen das Gespräch, um eine Verbindung zum Partner herzustellen. Sie bedienen sich dabei der “relationalen Sprechweise”, die eben Verbindung und Gemeinschaft in den Vordergrund stellt. Sie verfügen in der Regel über eine reiche emotionale Ausdrucksfähigkeit, die eben ihre “Beziehungssprache” ausmacht.
Männer dagegen verhalten sich “positional”, d.h. sie beziehen mit ihren Aussagen eine bestimmte Position/ Gegenposition. Sie benutzen ihre Worte zum Argumentieren und lieben den Wettstreit. Sie neigen eher dazu zu definieren, wie die Wirklichkeit ist und bedienen sich vielmehr einer “Berichtssprache”. Eine solche Berichtssprache ist eher durch Zurückhaltung und Kargheit im emotionalen Ausdruck gekennzeichnet.
Während es für Frauen wichtig ist, die Beziehung immer wieder mal zu thematisieren und “emotionales Mitschwingen” vom Partner zu spüren, ist das für Männer eher irritierend und nahezu peinlich. Über Gefühle zu reden löst in der Regel Widerstände und Ängste aus sowie die Befürchtung, dass Probleme dadurch nur noch größer werden.
Aufgrund dieser Unterschiede entwickelnsich in der Folge oftmals fatale Beziehungsmuster:
Je mehr Frau bohrt und wissen will, was im Partner vor sich geht und je emotionaler sie dabei wird, desto mehr zieht sich der Mann zurück, erschöpft sich in Undeutlichem und verstummt gänzlich. Das heisst nun aber nicht, dass er prinzipiell keine Gefühle hat. Für ihn ist es vielmehr schwieriger, diese überhaupt wahrzunehmen und nahezu unmöglich, sie im direkten Gegenüber zur Frau hin auszusprechen.
1.2 Gemeinsames Tun
Für Frauen steht die Beziehung selbst im Vordergrund. Wenn sie den Anderen direkt auf sich bezogen fühlen, wird die Beziehung spürbar. Bei Männern ist das ausschliesslich in der Verliebtheitsphase so. Männer erleben die Beziehung in erster Linie im Miteinander-Tun, also in der Ausrichtung auf ein gemeinsames Drittes, eine Aufgabe, eine Sache, ein Projekt. Für sie steht eine gute Kooperation im Vordergrund. Tun, Aktivität, direktes Angehen von Problemen ist wichtiger als die Beziehung zu thematisieren.
Ein nettes Beispiel zur Beschreibung dieser Unterschiede führt Jellouschek anhand des Themas:”Gemeinsames Einkaufen” an: Samstagvormittag, die einzige Gelegenheit, gemeinsam in die Stadt zu gehen. Frau möchte diese seltene Möglichkeit nutzen, ihrem Mann nahe zu sein und Beziehungsthemen zu besprechen- vielleicht in einem netten Cafe. Mann dagegen hat primär die “Liste der zu erledigenden Dinge” im Kopf und es ist ihm wichtig, alles zu schaffen. Daher reagiert er verärgert über die Gesprächsversuche seiner Frau, weil sie ihn schließlich an seinem Vorhaben hindert. Frau ist enttäuscht und verletzt über seine “Abwesenheit”.
1.3 Sexualität
Wir kennen die plakativen Zuschreibungen, die da lauten: “Zuerst Sex und dann Nähe” ( Männer ) / “Zuerst Nähe und dann Sex” ( Frauen ). Frauen bezeichnen Männer daher leicht als “Beziehungsbarbaren”, während Männer die Wünsche der Frauen “davor” eher als Hindernislauf erleben. In der Regel brauchen sie das intensive Körpererleben der Sexualität, damit sie leichter Zugang zu ihren Gefühlen bekommen. Oft ist Sexualität für Männer die einzige Brücke, über die sie nach einem Streit oder längerer Distanz zur Partnerin kommen können.
Jellouschek folgert, dass hier beide Geschlechter voneinander lernen bzw. sich ergänzen können: Männer könnten die Sexualität ganzheitlich betrachten und integrieren lernen, Frauen könnten die direktere Art der Männer für sich nutzen lernen.
2. Konsequenzen
° Die Unterschiedlichkeit zwischen Männern und Frauen im Denken, Fühlen und Handeln als Tatsache zu akzeptieren ist der erste Schritt. Wir “passen” nicht einfach zusammen, sondern der Andere ist wirklich anders.
° “Brücken bauen”, um einander zu erreichen. Dazu ist es nötig, dass sich jeder von Beiden auf den Weg macht und auch immer wieder eigene Grenzen überschreitet.
° Es ist wichtig und förderlich, gute Beziehungen zum gleichen Geschlecht zu pflegen — Männerfreundschaften / Frauenfreundschaften, weil dann beide im Endeffekt einander weniger bedürftig gegenübertreten können.
° Die Beziehung nicht mit gegenseitigen Ansprüchen überfrachten! Lernen, das Eigene zu relativieren und das Andere als Ergänzung und Gewinn zu schätzen.
Die Herausforderung annehmen, als Frau die “männlichen Anteile” sowie als Mann die “weiblichen Anteile” zu entwickeln. Das kann nicht nur zu einer Bereicherung der Beziehung führen, sondern zu einer Bereicherung des persönlichen Lebens überhaupt.
Soweit die wichtigsten Aspekte des Vortrags von Hans Jellouschek. In Anbetracht der bevorstehenden Weihnachtsfeiertage — aber nicht nur deshalb!– halte ich diese Ausführungen für sehr sinnvoll, um sich als Paar nicht in nutzlosen Grabenkämpfen zu verlieren sondern sich auf den Weg “über die Brücke” zu machen!
Keine Kommentare
Geschrieben von Christiane am 22. November 2007 in der Kategorie Hintergründe.
Das Jahr neigt sich mit grossen Schritten seinem Ende entgegen. Da ist es ja gemeinhin üblich, Rückblicke zu halten. Warum also nicht mal eine kleine Bestandsaufnahme erstellen was die Pflege der Paarbeziehung angeht?! Je nach Ergebnis kann das ja zu neuen Ideen im neuen Jahr führen. Hilfreich können dabei folgende Fragen sein, die ich dem Buch :”Paare in Therapie” von Roland Weber entnommen habe. Viel Spaß damit!
1. Was tun Sie für Ihre Ehe/ Partnerschaft
2. Wie viel Wertschätzung bringen Sie Ihrem Partner entgegen
3. Erinnern Sie sich noch an damals, wie alles anfing, und erzählen Sie sich Ihre Liebesgeschichte
4. Wie oft kuscheln Sie
5. Wie reden Sie im Alltag miteinander
6. Wie oft verwöhnen Sie sich gegenseitig
7. Wie oft sorgen Sie für Überraschungen in Ihrer Beziehung und für positive Erlebnisse
8. Wie gut lösen Sie Probleme miteinander
9. Wie gut können Sie Ihre Unterschiedlichkeit akzeptieren und Toleranz aufbringen für das Erleben des anderen
10. Wie ehrlich und offen sind Sie
11. Unterstützen Sie den Partner aktiv
12. Wie gut hören Sie einander wirklich zu, ohne innerlich bereits mit Gegenargumenten und Rechtfertigungen beschäftigt zu sein
13. Welche gemeinsamen Ziele, Interessen und Visionen haben Sie
14. Achten Sie auch darauf, dass Sie den anderen mal dabei erwischen, wie er Ihnen Gutes tut
15. Können Sie sich in die Augen sehen und einander sagen, was sie aneinander interessiert und was Sie am anderen mögen
16. Wieviel Freiheit gönnen Sie sich in Ihrer Partnerschaft
17. Wie gut finden Sie sich selbst und wie selbständig sind Sie
18. Grenzen Sie sich ausreichend gegen Kinder, Schwiegereltern etc. in Ihrer Liebesbeziehung ab
19. Pflegen Sie auch, als Entlastung Ihrer Partnerschaft, Freundschaften außerhalb ihrer Liebesbeziehung? Wieviel Freiraum geben Sie sich hierfür
20. Wie erfüllend finden Sie Ihr Sexualleben
21. Tauschen Sie sich über Ihre jeweiligen Wünsche ubnd Phantasien aus
22. Haben Sie sich mit Ihren unerfüllten kindlichen Wünschen ausgesöhnt
3 Kommentare